Mentoring-Programm der Akademie für Integrierte Medizin

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Die Thure von Uexküll-Akademie für Integrierte Medizin (AIM) entstand 1992 in einem Kreis um Thure von Uexküll (1908–2004, Begründer der Psychosomatik). Ihr Anliegen ist die Entwicklung einer Medizin, die den Menschen in ihren vielfältigen Bezügen gerecht wird. Der in unserem Gesundheitssystem praktizierte Dualismus einer „Medizin für Körper ohne Seelen“ auf der einen Seite und einer „Medizin für Seelen ohne Körper“ auf der anderen soll überwunden werden. Das Ziel der AIM ist es, die verlorengegangene oder unterrepräsentierte biopsychosoziale Dimension in die Spezialgebiete der Medizin zurückzubringen, d.h. die Psychosomatik in den klinischen Alltag aller Fächer der „Schulmedizin“ zu integrieren.

Seit letztem Jahr bietet die AIM ein Mentoring-Programm für junge Menschen in Gesundheitsberufen an. Ärzte müssen trotz langer Lernzeit nicht nur am Anfang der Berufszeit mit Unsicherheit, Hilf- und Ratlosigkeit umgehen können. Doch was man in der Universität nicht lernt, sind Kompetenzen wie Selbstvertrauen, Zuhören und Empathie. Rat und Erfahrung von älteren Ärzten zu bekommen, ist deshalb schon im Studium hilfreich für das spätere Bestehen im ärztlichen Alltag.

Die AIM möchte daher Studierenden der Medizin und angrenzenden Fächern sowie Berufsanfängern die Möglichkeit bieten, in einen persönlichen Austausch mit erfahrenen Mentoren zu treten, die sich dem Ansatz der integrierten Medizin verpflichtet fühlen. Natürlich schließt dies auch praktische Erfahrungsmöglichkeiten mit ein. So besteht die Möglichkeit von Hospitationen und der Teilnahme an den Werkstätten und Jahrestagungen der AIM. Hier können sich die Mentees untereinander austauschen und vernetzen. Außerdem gibt es in vielen Städten in Deutschland und der Schweiz Regionalgruppen.

Unter dem Titel „Einfach zu komplex? Medizinische Vielfalt für die Praxis begreifbar machen“ findet heuer die Jahrestagung der AIM vom 28. bis 29. April 2017 in Innsbruck statt.

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