[Lesen] Kampf gegen Armut – „Es geht nicht um viel. Es geht um alles“

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Die meisten Leser diese Blogs (und auch ich) verdienen vermutlich mehr als der mitteleuropäische Durchschnitt bzw. finden sich auf dem Weg dorthin (Medizinstudenten, etc.). Passend dazu und zur spendenfreudigen Vorweihnachtszeit dieser Artikel im SZ-Magazin: „Wenn jeder von uns nur ein bisschen was beiträgt, ist die Weltarmut so gut wie beseitigt.“

Weitere Links:
The Life You Can Save Projekt von Peter Singer, Professor für Bioethik an der Princeton University (USA)

Auszüge:

„Als Kevin Salwen seine 14 Jahre alte Tochter Hannah von einer Party abholte, fiel ihr beim Stopp an einer roten Ampel ein Obdachloser mit einem handgemalten Schild auf: »Hungrig! Obdachlos!« Ein alltäglicher Anblick in einer amerikanischen Großstadt wie Atlanta. Gleichzeitig hielt rechts neben ihnen ein schwarzes Mercedes-Cabrio. Hannah schaute auf den Obdachlosen, dann zurück zum Mercedes und sprach den Gedanken aus, der ihr durch den Kopf schoss: »Wenn der Mann in dem Mercedes kein so schönes Auto hätte, könnte der Obdachlose etwas zu essen haben.« Ihr Vater, ein Journalist, schoss genauso impulsiv zurück: »Wenn WIR kein so schönes Auto hätten, könnte der was zu essen haben.«“

Und für den medizinischen Bezug:
„Stefan Klein, Deutschlands erfolgreichster Wissenschaftsautor, bestätigt in seinem Buch Der Sinn des Gebens: »Frauen und Männer, die sich für ihre Mitmenschen einsetzen, sind messbar zufriedener als andere, die nur den eigenen Interessen nachgehen. Medizinische Untersuchungen förderten noch erstaunlichere Fakten zu Tage: Menschen, die gerne geben, leiden nicht nur auffallend selten unter Depressionen, ihr Gesundheitszustand ist allgemein besser.« Egal, welche Studien er analysierte, »das Fazit war überall gleich: Wer gut zu anderen ist, dem geht es selbst besser«.
Das Glück des Gebens lässt sich sogar medizinisch erklären, schreibt Klein, denn dabei werden körpereigene Glückshormone ausgeschüttet, die Stressreaktionen entgegenwirken, das Stresshormon Cortisol in Schach halten und so nicht nur Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sondern auch Infektionen vorbeugen: »Damit bieten die hormonellen Grundlagen der Selbstlosigkeit eine Erklärung, warum Altruisten in der Regel nicht nur glücklichere, sondern auch gesündere Menschen sind.«“

Hier geht’s zum kompletten Artikel.

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